PARAFFINKRAFTSTOFFE: DIE ZUKUNFT?
Energiewende, Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien - sind nur einige der Schlagworte der Zukunft zum Thema Energie, Effizienz und Umweltverschmutzung.
Wir müssen uns also auch im Straßenverkehr - vom LKW über Nutzfahrzeuge bis zu PKWs auf eine Übergangsphase einstellen. Heute geht es gerade im Transportwesen darum, herkömmliche Dieselmotoren durch umweltfreundlichere und nachhaltigere Lösungen zu ersetzen, um das für 2030 gestellte Ziel, die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1999 um 40% zu senken, zu erreichen.
Auf der letzten Solutrans 2021 (im November, in Frankreich) wurde gerade dieser Ansatz auf den Tisch gebracht. Die zahlreichen auf der Veranstaltung anwesenden Hersteller von Logistik und Fördertechnik bestätigten, dass sich die Zukunftsaussichten des Sektors auch auf Biokraftstoffe konzentrieren.
BIODIESEL: FAME UND HVO… EINE KLARSTELLUNG
Auf dem Markt sind 2 Arten von Biodiesel erhältlich: paraffinische Biodiesel und die sogenannten FAME (Fettsäuremethylester).
Hier befassen wir uns mit ersteren.
Paraffinische Brennstoffe sind nach EN 15940 hergestellte Kraftstoffe.
Diese Euronorm für Kraftstoffe - Paraffinischer Dieselkraftstoff aus Synthese oder Hydrierungsverfahren - wurde erstmals 2016 eingeführt. Sie wurde 2019 aktualisiert; diese Überarbeitung ist die derzeit gültige Fassung.
In dieser Norm wird technisch festgelegt, wie ein Kraftstoff beschaffen sein muss, um als paraffinischer Kraftstoff zu gelten: Er muss frei von Schwefel und aromatischen Verbindungen sein, seine paraffinischen Eigenschaften werden durch die Begrenzung des Anteils an aromatischen Komponenten auf 1 % „belegt“.
Begriffsbestimmung:
• XTL: bezeichnet allgemein einen flüssigen Kraftstoff, der aus Erdgas (GTL), Biomasse (BTL) oder Kohle (CTL) gewonnen wird;
• HVO: ist ein flüssiger Kraftstoff, der durch das Hydrierungsverfahren von Pflanzenölen gewonnen wird. Die Pflanzenöle werden durch eine Reaktion mit Wasserstoff in Kohlenwasserstoffe umgewandelt und können dem Dieselkraftstoff in beliebiger Menge zugesetzt werden oder ihn sogar vollständig ersetzen. Da den verwendeten Ölen bei der Umwandlung Sauerstoff entzogen wird, ist der so gewonnene Flüssigkraftstoff auch besonders oxidationsbeständig und kann über längere Zeit problemlos im Tank verbleiben. Zu den am Markt angebotenen Dieselarten, die HVO enthalten, gehört auch der neue Kraftstoff R33 der, zum Teil aus Frittieraltöl gewonnen wird und somit der Norm EN 590 entspricht. R33 ist vor allem für Transportunternehmen interessant, weil es die CO2-Emissionen um 20 % reduziert und somit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Unternehmen leistet.
HVO: WIE SIEHT DIE ZUKUNFT AUS?
Laut einer aktuellen Studie der IEA (International Energy Agency) über HVO:
“Für den Zeitraum 2023-25 wird eine durchschnittliche Produktion von 16,5 Mrd. Litern in der EU erwartet. Der Einsatz von HVO wird mit Blick auf seine vorteilhaften technischen Eigenschaften stark ausgeweitet, wobei eine Verdoppelung der Kapazität bis 2022 in Aussicht gestellt wird.“
In ihrem Bericht fügt die Agentur außerdem hinzu, dass 85 % dieses weltweiten Kapazitätsaufbaus auf politische Maßnahmen der USA zurückzuführen sind. Außerhalb der USA wird die Kapazität zwischen 2020 und 2022 durch neue Projekte in Europa um 12 % und im asiatisch-pazifischen Raum um 32 % erhöht. Bei voller Kapazität machen HVO-Anlagen 11 % der für 2022 erwarteten weltweiten Biokraftstoffproduktion aus, das entspricht mehr als dem Doppelten des HVO-Anteils von 2019.
HVO UND PIUSI
Die an die Produktion gestellte Herausforderung liegt heute nicht nur in der Herstellung von Biokraftstoffen, sondern auch in der Bereitstellung von Anlagen, die diesen Flüssigkeiten chemisch und mechanisch standhalten und deren sichere und korrekte Dosierung, Messung, Kontrolle und Verwaltung gewährleisten.
Eine Herausforderung, der sich die Marktführer nicht entziehen können.
Aus diesem Grund kann PIUSI nach dem Testen des gesamten Sortiments mit Sicherheit behaupten, dass das gesamte derzeit im Katalog enthaltene Sortiment zum Umfüllen, Messen und Verwalten von Diesel und Kraftstoffen zu 100 % mit der EN15940:2019 entsprechendem HVO&XTL kompatibel ist.
IEA: https://www.iea.org